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Historie

Der Mechaniker, Maschinen- und Instrumentenbauer Jakob Leupold (1674 - 1727) unterstützte und entsprach diesem Anliegen mit einem ersten Konzept für eine technisch orientierte akademische Lehre.


Deutlich beschleunigt wurde die Akzeptanz der Technikwissenschaften durch die Gründung des "Vereins Deutscher Ingenieure" 1856 in Alexisbad/Harz.


Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erfolgte mit der 1875 gegründeten Städtischen Gewerbeschule (Maschinenbauschule) ein erster Schritt, den Erfordernissen nach technischer Bildung nachzukommen. Aus der Städtischen Gewerbeschule ging 1922 die Höhere Maschinenbauschule mit der Ausbildung in Maschinenbau und Elektrotechnik hervor.


Dieser Tradition folgend wurde nach Kriegsende im Jahre 1956 die Ingenieurschule für Schwermaschinenbau und Elektrotechnik gegründet.


Auch die heute am Fachbereich ausgewiesene Lehre auf dem Gebiet der Energietechnik reicht weit in die Vergangenheit zurück.


Im Jahre 1830 war die erste Leipziger Dampfmaschine in der Schafwoll-, Kammgarn-, Maschinenspinnerei und 1838 das erste Leipziger Gaswerk durch R. S. Blochmann (1784 - 1871) in Betrieb genommen worden.


Eine der notwendigen Erfordernisse, die auf Grund der Industriekonzentration im Raum Leipzig bestand, war 1877 die Gründung einer Heizerschule.


Der große Bedarf an Fachleuten für Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen führte nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1949 zunächst zur Gründung der Energie- und Betriebsfachschule in Markkleeberg, die 1956 zur Ingenieurschule für Gastechnik und 1970 in die Ingenieurschule für Energiewirtschaft umbenannt worden ist. Diese Ausbildungsstätte wurde 1988 in die Technische Hochschule Leipzig integriert.


Die historischen Entwicklungslinien von Maschinenbau und Energietechnik werden mit der Neugründung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) am 15. Juli 1992 zu einem Fachbereich vereint.


Der Ausbau der Gebäude ermöglichte die Einrichtung neuer Labore mit modernster Technik. Ab dem Wintersemester 1992 werden Studenten in den Studiengängen Maschinenbau (Studienrichtungen: Allgemeiner Maschinenbau, Produktionstechnik, Mechatronik) und Energietechnik (Studienrichtungen: Energie- und Versorgungstechnik, Technische Gebäudeausrüstung, Umwelttechnik) und ab Sommersemester 1995 auch in den Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen (Maschinenbau, Energietechnik) immatrikuliert.


Die Ausbildung erfolgte auf ingenieurwissenschaftlicher Grundlage mit breit angelegten praxisbezogenem Fachwissen. Das Studium umfasste 3 Semester Grundstudium und 5 Semester Hauptstudium mit einem Praxissemester und einem Diplomsemester.


Beginnend mit dem Wintersemester 2006/2007 bietet der Fachbereich nur noch Studienmöglichkeiten mit den Abschlüssen Bachelor – als ersten berufsqualifizierenden akademischen Abschluss – und Master als konsekutiv zweiten akademischen Grad an. Mit diesen Studienangeboten reiht sich der Fachbereich als einer der Ersten der Hochschule in die Kette derer ein, die der Europäisierung und Internationalisierung des Studiums und der Studienabschlüsse Rechnung tragen.


Der Umzug in den Nieper-Bau und damit die Nutzung des neuen Lehr- und Laborgebäudes am Campus der HTWK Leipzig, gefördert aus Mitteln der Europäischen Union – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, erfolgte vor Beginn des Sommersemesters 2015. Ausgestattet mit neuster Gebäudetechnik und modernster Labortechnik hat es für Studenten und Lehrende eine neue Arbeitsqualität.

Ludwig Nieper (1826 – 1906) Direktor der Königlich Sächsischen Kunstakademie und der neugegründeten Städtischen Gewerbeschule Leipzig (1875). Er  führte das „Freihandzeichnen“ als Grundlage für das Verständnis technischer Zusammenhänge ein.

 

Letzte Änderung: 28.8.2017
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